Points
5744
Artist
mischa

mischa

Satire, Belletristik
mischa
  • Follower: 21
  • Visitors: 6142
  • Media-Clicks: 76

Me, Myself and I

Slam Poet aus Bielefeld und Leidenschaft. Im November 2007 meinen ersten Roman veröffentlicht: "Lass uns doch Feinde sein" (guck: http://www.verollet.com), eine Geschichte über Freundschaft, die Liebe, den Morgen danach und das Weitermachen, die Geschichte des Berliner Exil-Bielefelders Watte, einen Mittdreißiger, den in Berlin kurz vor Weihnachten das große Liebes-Unglück erwischt. Ein etwas melancholischer Unterhaltungsroman, darüber, wie Männer mit Liebeskummer umgehen, und was man am besten auf die Frage erwidert, ob man nicht Freunde bleiben könnte.... "Wow! Bin offiziell beeindruckt!" (Sebastian 23)

Und dann fragte man mich mal, was ich an Poetry Slam so liebe.
Das Touren, der Applaus, das unglaubliche Gemeinschaftsgefühl unter den Poeten. Die rohe Gewalt der direkten Publikums-Konfrontation. Man hat fünf Minuten Zeit (guck: http://www.youtube.com/watch?v=fqZOhARqeso), das Publikum für sich zu gewinnen. Alles oder nichts in Textform, quasi. Es kann emotionaler Selbstmord, aber auch das bestmöglichste Ego-Tuning sein. Geschrieben und live gelesen habe ich schon, bevor ich 2004 meinen ersten Poetry Slam bestritt. Aber man muss es selbst auf der Slam-Bühne erlebt haben: Man wird sofort angefixt und kann nicht mehr aufhören. Mittlerweile bin ich bis zu sechs, sieben Mal im Monat in ganz Deutschland und der Schweiz unterwegs, fahre zum Teil 8 Stunden mit dem Zug um dann fünf Minuten auf der Bühne zu stehen, nachts wieder in den Zug zu steigen und 8 Stunden später mit Rändern unter den Augen am Schreibtisch im Büro zu sitzen, es kaum erwarten könnend, wieder loszufahren. Man sieht dann so aus wie Edward Norton, ungefähr in der Mitte von Fight Club. Und fühlt sich dabei wie Tyler Durden. Alles andere verblasst daneben.

Ja.

Poetry Slam ist ein Lebensgefühl. Vielleicht das Punkrock der 70er unserer Generation. Die gleiche DIY-Mentalität wie damals, scheiß auf literarische Elfenbeintürme. Poetry Slam als Ganzes ist das Geilste, das Intensivste, was ich im künstlerischen Bereich je erlebt habe. Definitiv. Ich bin süchtig.

Danke dafür.

Mischael-Sarim Vérollet, geb. 1981 auf Gibraltar. Schreibt seit 1999, slammt seit 2004. Vielleicht auch schon bald in deiner Stadt.

* Gewinner des Bielefelder Literaturpreises 2006 + 2007
* Halbfinalist des National Poetry Slams 2007 in Berlin
* Teilnehmer an der 2. WDR-Poetry Slam-Staffel
* Mitglied der Lesebühnen Wortpalast und Bielefelder Botschaft
  • 02/15/2008 21:00
    Hamburg
    , Germany
  • 02/19/2008 20:00
    Hannover
    , Germany
  • 02/27/2008 20:00
    Münster
    , Germany
  • 03/06/2008 21:00
    Schweinfurt
    , Germany

Recommendations (4)

Community Live and direct